Offline Version: PDF
Ziel
Die Werte-Scharade bringt Spaß, Bewegung und Tiefe in einem. Das Team setzt sich spielerisch und auf immer neue, kreative Weise mit Werten auseinander. Durch die drei Runden werden die Werte nicht nur benannt, sondern körperlich erlebt und tief verankert. Das Spiel schweißt zusammen und regt im Nachgang wertvolle Diskussionen an.
Spielidee
Zwei Teams treten gegeneinander an und beschreiben, mimen oder vertonen Werte. Weil die Wertekarten von Runde zu Runde vertrauter werden, bleibt das Erraten trotz wachsender Herausforderung möglich. Am Ende gewinnt das Team mit den meisten Punkten.
Vorbereitung
- Ergänze die acht vorhandenen Werte um eine Handvoll weiterer Werte, sodass du mindestens ca. 20 unterschiedliche Wertekarten parat hast. Nutze dazu gerne unsere Vorlage.
- Wirf die Karten in ein Säckchen oder einen Behälter.
- Lasse gerne auch die Teammitglieder eigene Werte auf Zettel schreiben und in den Sack werfen.
- Halte eine Stoppuhr bereit.
Spielregeln
- Bilde zwei Teams mit jeweils etwa gleich vielen Teilnehmenden
- Setze den Timer auf eine festgelegte Zeit, zum Beispiel eine Minute. Eine beliebige Person aus Team 1 zieht verdeckt eine Karte und beschreibt den Wert darauf — wie bei Tabu, nur mit eigenen Worten, ohne den Begriff selbst zu nennen. Errät das Team den Wert, gibt es die Karte als Siegpunkt und die Person zieht sofort die nächste Karte. Das geht so weiter, bis die Zeit abläuft. Doppelte Werte werden einfach zur Seite gelegt.
- Nun ist Team 2 an der Reihe und fährt genauso fort. Die Teams wechseln sich ab, bis der Sack leer ist. Die gesammelten Karten werden als Punkte notiert.
- Alle Karten kommen zurück in den Sack. Das Spiel wird nun in drei Runden gespielt, mit steigendem Schwierigkeitsgrad:
- 1. Runde: Werte werden mit eigenen Worten beschrieben.
- 2. Runde: Werte werden pantomimisch dargestellt.
- 3. Runde: Werte werden ausschließlich mit Geräuschen vermittelt.
- Das Team mit den meisten Punkten aus allen drei Runden gewinnt.
Hinweise für die Moderation
- Rege im Anschluss an das Spiel eine Diskussion zu den Werten an. Besonders wirksame Fragen:
- Welche Werte sind für das Team besonders wichtig?
- Wie definiert das Team diese Werte gemeinsam?
- Welche Darstellungen aus dem Spiel, mit Worten, Bewegung oder Geräuschen, sind hängen geblieben? Was sagt das über die Bedeutung dieser Werte aus?
- Wie können diese Bilder und Assoziationen dabei helfen, Werte im Alltag lebendiger zu machen?
- Was hat euch in dieser Runde überrascht oder zum Lachen gebracht?
- Welche Werte waren leicht darzustellen — und welche haben das Team ins Grübeln gebracht?
- Was nehmt ihr für euren gemeinsamen Wertekompass mit?
Weiterführende Auseinandersetzung
- Wer tiefer gehen möchte, kann im Anschluss eine Timebox von etwa 60 Minuten für eine persönliche Wertearbeit in Paaren nutzen:
- Schritt 1 (3 Minuten): Zwei Teilnehmende finden sich zu einem Paar zusammen. Jede Person wählt für sich fünf Werte aus, die ihr persönlich am wichtigsten erscheinen. Die anderen Karten werden zur Seite gelegt.
- Schritt 2 (3 Minuten): Beide sortieren ihre fünf Wertekarten nach persönlicher Priorität von links nach rechts.
- Schritt 3 (20 bis 30 Minuten): Eine Person beginnt, ihr Werteprofil vorzustellen und zu begründen. Der Spielpartner hilft durch Fragen, das Verständnis zu vertiefen: Warum ist dir dieser Wert besonders wichtig? In welchen Situationen geraten Werte für dich in Konflikt? Gibt es eine Geschichte dazu? Im Anschluss werden die Rollen getauscht.
- Schritt 4 (15 bis 20 Minuten): Alle kommen in einer offenen Runde zusammen. Jede Person teilt, was sie am Werteprofil des Spielpartners am interessantesten fand. Welche Gemeinsamkeiten gibt es? Wo liegen die größten Unterschiede?
Einsatzmöglichkeiten
- Teambuilding und Kick-off, wenn ein Team Werte spielerisch kennenlernen oder neu entdecken möchte
- Workshops zur Wertearbeit, als energiereicher Einstieg vor tieferen Formaten
- Teamentwicklung, wenn die weiterführende Paararbeit zum persönlichen Werteprofil genutzt wird