Offline Version: PDF | Online Version: PDF | Miro Vorlage
Ziel
Durch Werte-Geschichten erfahren alle, wie Teammitglieder Werte im Arbeitsalltag tatsächlich erleben: nicht als abstrakte Begriffe, sondern als gelebte Momente. Das Spiel stärkt das gegenseitige Verständnis und schafft eine gemeinsame Sprache für das, was dem Team wirklich wichtig ist.
Spielidee
Eine Wertekarte wird gezogen – und löst eine Geschichte aus. Reihum erzählt jede Person eine Anekdote aus dem Arbeitsalltag, die zu ihrem Wert passt. So entsteht ein lebendiges Bild davon, wie die Werte im Team gelebt werden und was sie für jede einzelne Person bedeuten.
Vorbereitung
- Nimm die Joker-Karten aus dem Set heraus.
- Fülle die verbleibenden Karten in ein Säckchen oder einen Behälter, der gut in der Runde herumgereicht werden kann.
- Stelle Stühle zu einem Sitzkreis zusammen.
- Optional: Schaffe eine Lagerfeuer-Atmosphäre – dimm das Licht, lass das Knistern eines Kaminfeuers abspielen und verteile Marshmallows. Eine kurze Einstiegsgeschichte (Wo sind wir gerade? Wie sind wir hierhergekommen?) bringt alle in Stimmung.
- Wenn du weitere Werte hinzufügen möchtest, nutze gerne die kostenlose Druckvorlage.
Spielregeln
- Das Säckchen wandert im Uhrzeigersinn vom Moderierenden ausgehend von Person zu Person.
- Die erste Person zieht eine Karte, liest den Wert und erzählt eine Geschichte aus dem Arbeitsalltag, in der ihr dieser Wert begegnet ist. Dabei helfen zwei Leitfragen: In welcher konkreten Situation war das – und wie hat es sich angefühlt?
- Ist die Geschichte erzählt, wandert das Säckchen weiter zur nächsten Person. Das Spiel endet, sobald alle vorhandenen Wertekarten verwendet wurden oder das Zeitlimit erreicht ist.
- Nach jeder Geschichte oder am Ende der Runde kannst du folgende Fragen in die Runde stellen:
- Was wäre passiert, wenn dieser Wert in der Situation gefehlt hätte?
- Welchen Unterschied hat er für das Ergebnis gemacht?
- Was nehmen wir daraus mit?
Hinweise für Moderierende
- Gib einen Bezugsrahmen vor, in dem die Geschichten stattfinden sollen, zum Beispiel: „der letzte Sprint“ oder „ein Moment aus den letzten drei Monaten“. Das hilft, Geschichten zu fokussieren.
- Gib im zweiten Schritt optional kurz Bedenkzeit (ca. 1 Minute). Achte dabei darauf, dass der Fluss der Runde erhalten bleibt und die Teilnehmenden nicht zu lange überlegen.
- Wenn jemandem nichts einfällt: Lade die Person ein, eine fiktive Geschichte zu erfinden. Inspiriert von den Abbildungen auf den Karten können die Teilnehmenden die Werteheld:innen im eigenen Unternehmen zum Leben erwecken:
- Wie hat die Heldin den letzten Sprint wahrgenommen?
- Welche Superkräfte hat sie eingesetzt?
- Was würde sie im Unternehmensalltag erleben oder verändern?
- Für neue Werte, die dem Spiel hinzugefügt werden, können die Teilnehmenden eigene Werteheld:innen erfinden und beschreiben: Wie würde die Werteheld:in für „Neugier“ aussehen? Woran merken wir, dass dieser Wert bei uns gelebt wird?
- Neue Teammitglieder ausdrücklich einbeziehen: Sie können von Erfahrungen aus früheren Teams oder Unternehmen erzählen. Gib ihnen ggf. die Möglichkeit, nach allen anderen zu sprechen, damit die Einstiegshürde möglichst gering ist.
- Lass am Ende Revue passieren: Welche Geschichte hat die meisten beeindruckt oder ist besonders hängen geblieben? Nutze das als Einstieg, um gemeinsam die Bedeutung der Werte für euer Team weiter herauszuarbeiten.
Einsatzmöglichkeiten
- Projekt-Kick-off oder Team-Start: um schnell ein gemeinsames Werteverständnis aufzubauen
- Onboarding neuer Teammitglieder: gegenseitiges Kennenlernen mit Tiefgang
- Retrospektive mit Werte-Fokus: wenn ein bestimmter Wert im letzten Sprint besonders präsent oder vermisst wurde
- Teamentwicklung nach Konflikten: Geschichten helfen, unterschiedliche Wahrnehmungen sichtbar zu machen, ohne direkt konfrontativ zu sein